Wie war das DAX Jahr 2009?

Verehrte Leserinnen und Leser,

das Jahr 2009 neigt sich dem Ende zu - und alle die nicht an den Untergang geglaubt haben sind reich belohnt worden. Der DAX hat seit Jahresanfang 2009 bis heute, dem 29.12.2009 insgesamt um 27,8 Prozent zugelegt. Vom Tiefstand (3.666) in 2009 aus gemessen sogar um knapp 64 Prozent.

Zuerst verfielen alle Anleger dem Herdentrieb und stiegen zum Jahresanfang aus dem DAX aus. Als dann alle die Regel hörten: “Sell in may and go away” waren sie sich sicher, das Aussteigen und Gewinnmitnahmen das Beste sei, was man tun könne. Aber zum Erstaunen aller, stieg der DAX kurz darauf weiter - und weiter - und noch weiter… ;-)

Getrieben durch winzige Zinsen auf Tagesgeldkonten, Festgeld sowie weitere “lahme” Anlagen, wußte das Geld nicht wohin. Also rein in risikobehaftetere Anlagen. Aber da die meisten Deutschen dem Risiko misstrauen, waren sie nicht dabei. Der Großteil der Bewegung des Jahres 2009 wurde durch Fonds und ETFs verursacht. Sicher, das Geld dafür kommt auch wiederum von Privatanleger, aber was wäre gewesen, wenn man einfach direkt in Aktien investiert hätte?

Nicht in Pennystocks, oder irgendwelche kleinen Unternehmen - nein, einfach ein paar gebeutelte Aktien aus dem DAX raussuchen und investieren. Buy and hold - kaufen und liegen lassen. Was sollte denn schon passieren, bei blue chips, wenn sie um 50% oder mehr gefallen sind?

Aber diese Art zu investieren verstanden nur die Fondsmanger, die Großen, die Mutigen - aber leider nicht der Privatanleger. Was wäre so schlimm dran gewesen, mal “nen Tausender” in die Deutsche Bank oder die Commerzbank zu stecken.
BASF geht pleite?? Niemals - also warum nicht investieren und sechs Monate später mal aufs Depot schauen…

Alle die ein wenig Mut besaßen sind nicht mit 27,8% oder gar 64% (vom Tiefstand) wie im DAX belohnt worden, sondern:

Infineon +370%
Deutsche Bank +88%
BASF +63%

Und das sind nur Beispiele von Aktien, von denen ich selbst weiß, wie damals die Panik geschürt worden ist. Und diese Werte beziehen sich auf den Jahrsanfang, müssen also mit den 27,8% vom DAX verglichen werden!

Deutsche Bank, Finanzkrise, bald pleite…
BASF, muss Standort dichtmachen, Tausende müssen entlassen werden…
Infineon, der DAX Wert, welcher unter 1 Euro notierte (akutell 3,88 EUR !!!)

Was haben diese Beispiele gemeinsam?
Bei allen hatte man das Gefühl, das diese Unternehmen sich in Luft auflösen, das sie das Zeitliche segnen würden. Und das Ergebnis? Wie Phönix aus der Asche haben sich diese Werte erholt. Was für ein Wunder ;-)

Jeweils 1.000 Euro in diese drei Unternehmen gesteckt, hätte ein Endvermögen von 8.210 Euro (vor Steuern ergeben). Ein Gewinn von 5.210 Euro - mehr als eine Verdopplung in 12 Monaten.

Was will ich damit sagen?
1) Angst und Panik sind keine guten Ratgeber
2) Geduld zahlt sich an der Börse aus

Und der Ausblick auf 2010?

Dazu müssen wir auf den DAX-Chart blicken:

DAX20092010JE

Obwohl im Jahr 2009 stark steigende Kurse zu verzeichnen sind, ist der Anstieg im Gegensatz zum Jahr 2003 nicht so stark ausgefallen. Das grüne Kästchen markiert den Bereich, bis wohin der DAX hätte steigen müssen, um die selbe Performance wie im Jahr 2003 zu erzeugen.

Deswegen bin ich auf den ersten Blick geneigt zu sagen, das bei 6.000 noch nicht Schluß mit lustig ist. Der DAX wird langsamer steigen, wird auch mehr Korrekturen als in 2009 erleben - aber das die Hausse gestoppt ist, davon ist nichts zu erkennen.

Mein Tipp: Bei Korrekturen nach unten long einsteigen und Geduld mitbringen.

Ich wünsche allen Lesern für das Jahr 2010 nur das Beste, Ruhe und Frieden, stetige Gewinne, eine ruhige Hand beim Traden und alles was man sich wünschen kann!!

Guten Tag

Euer
Onassis

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Thema des Tages im SR Forum: DAX Analyse aus dem SR Forum
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