Archive für Februar 2010
Fannie Mae braucht wieder Milliarden vom Staat
27.2.2010 von Onassis.
Der “Heimfinanzierer” Fannie Mae braucht nach Milliardenverlusten wieder frisches Kapital vom Staat. Es ist die Rede von 15,3 Milliarden US Dollar.
Im dritten Quartal schaffte es Fannie Mae, einen Verlust von 18 Milliarden USD$ zu erwirtschaften. In den letzten drei Monaten 2009 haben sie es “nur” auf 16 Milliarden USD$ Verlust gebracht.
Diese Zahlen müssen einem ganz klar zu denken geben. Die USA sind zwar ein großes Land, aber Milliarden und Abermilliarden an Verlusten aufzuhäufen - da läuft doch irgendwas absolut schief!
Insgesamt hat Fannie Mae im Jahr 2009 einen Verlust von über 74 Milliarden US Dollar realisiert!!
Also Leute, alleine wenn ich diesen Betrag höre, dreht es mir den Magen um. Und es ist kein Ende abzusehen. Die Häuserpreise sind in 2009 um weitere 1,2 Prozent gesunken. Der Vorreiter ist Miami mit einem Absturz um ca. 12 Prozent.
Auf der anderen Seite, können sich Fannie Mae und Freddie Mac glücklich schätzen. Bis Ende 2012 werden sie vom US-Staat großzügig unterstützt. Bisher war eine Grenze von 200 Milliarden US Dollar bis Ende 2012 festgelegt worden. Diese Grenze ist aber zum Jahresende 2009 schleunigst aufgehoben worden, da es anscheinend nicht gereicht hätte…
Könnte das ein gutes Investment sein? Auf lange Sicht - könnte Fannie Mae jemals wieder auf 5 EUR steigen? Oder 10, 20, oder gar 100 EUR?
Wenn jemand Geld zur Verfügung hat und es die nächsten 5-20 Jahre nicht benötigt, dann wäre es ein lohnendes Investment:
Und der amerikanische Steuerzahler? Er darf sich freuen
Sie werden diesen unfassbaren staatlichen Kredit irgendwann begleichen müssen - und werden dann furchtbar vom US Staat gemolken. Das lässt einen folgern, das so schnell keine rosigen Zeiten auftauchen dürften. Niemand schaffte es, Milliarden von Steuergeldern über die Bürger einzutreiben. Das muss über Jahre und Jahrzehnte verteilt werden. Und wehe, die Belastung ist zu stark, dann wird der Konsum einbrechen und die Wirtschaft in ernste Schwierigkeiten bringen.
Also, wo liegen nun die Chancen und Risiken?
Die Chance für Anleger liegt klar bei Fannie Mae! Der Staat wird das Unternehmen nicht pleite gehen lassen. Die Gefahr des Totalverlustes ist so gut wie ausgeschlossen. Ein billiges Einkaufen in diesen Titel kann langfristig eine wahnsinnige Rendite bringen!
Die Risiken liegen eher in der gesamtwirtschaftlichen Auswirkung - und das würde den gesamten Aktienmarkt runterziehen.
Was bleibt uns? Wir haben keine Wahl als hart weiter zu arbeiten, Geld auf die Seite zu legen und Jahr für Jahr beim Vermögensaufbau dran zu bleiben.
Es gibt Ausnahmen, Menschen die in kurzer Zeit extrem reich geworden sind. Darauf würde ich aber nicht wetten! Die einzigste Chance besteht im lanfristigen und günstigen Einkauf von vielen, vielen Aktien.
Denn die Zukunft ist so ungewiss, das wir nur auf die Zeit wetten können. Und die Zeit spielt für uns, wenn wir Aktien billig einkaufen und halten. Egal was passiert - irgendwann werden die Aktien ein Vielfaches vom Einkaufsbetrag wert sein. Aber das geschieht nicht von heute auf morgen!
Ich wünsche allen Anlegern viel Geduld!
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Euer
Onassis
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USA erhöht die “Discount rate” - wird die Handbremse angezogen?
21.2.2010 von Onassis.
Willkommen!
Die letzte Erhöhung der Zinsen, egal ob funds rate oder discount rate war in den USA am 29.06.06. Seit knapp vier Jahren wurde die Zinsen nur noch gesenkt und niedrig beibehalten. Am 18.02.2010 wurde nun die “Discount rate” von 0,50 auf 0,75 erhöht und damit möglicherweise der Beginn einer Abschwächung am Aktienmarkt eingeleitet.
Hier eine kurze Übersicht der Zahlen:

Nun ist die Zeit der Vorsicht gekommen! Die Börsen sind seit Beginn 2009 sehr stark gestiegen, viele Aktien haben sich mehr verdoppelt - insbesondere Bank- und Finanzaktien - und die Chance zum großen Reibach war gegeben. Nicht nur beim schnellen Traden sondern auch die Investoren konnten gemütlich Monat für Monat ihren Depotstand überprüfen und sich über mehr Geld und unrealisierte Gewinne freuen.
Nun hat Ben Bernanke durch die leichte Anhebung des Diskontsatzes (”Discount rate” heißt auf Deutsch der “Diskontsatz”
ein Signal gesetzt mit dem er sagen möchte: “Jo people, wir müssen mal langsam machen, sonst überhitzen die Finanzmärkte”
Der Diskontsatz (von ital. disconto, zu lat. discomputare für abrechnen) ist der Zinssatz, zu dem eine Bank Wechsel an die Zentralbank verkaufen (rediskontieren) kann. Damit kann sie sich kurzfristig Liquidität verschaffen. Als Preis zahlt sie dafür den Diskontsatz (als Abschlag vom Nominalwert).
Der Diskontsatz wird von einer Zentralbank festgelegt, in Deutschland vor 1999 von der Deutschen Bundesbank. Er galt in Deutschland als Basiszinssatz und war deshalb Bezugspunkt in vielen Verträgen. Mit dem Übergang der Zuständigkeit für die Geldpolitik auf die Europäische Zentralbank (EZB) wurde das Diskontgeschäft eingestellt. Die EZB setzt den Leitzins fest.
In Verträgen und Gesetzen wurde der Diskontsatz durch den Basiszinssatz abgelöst, der mit Wirkung seit 1. Januar 2002 in § 247 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) geregelt ist.
Mit dieser Anhebung des Diskontsatzes soll sich natürlich auch der Inflation in den Weg gestellt werden. Und es ist immer ein haarscharfes Abwägen zwischen “Inflation bremsen” und “Konjunktur abwürgen”.
In Anbetracht der stark gestiegenen Börsenkurse und der verzögerten Auswirkung auf die Märkte kann man annehmen, das der DAX sich bis in den Sommer eher seitwärts schwankend bis leicht fallend bewegen wird. Der Sommer wird dann einen schönen Rückgang einleiten, der durch mögliche Leitzinserhöhungen dann unterstützt werden wird.
Das sind dann wieder schöne Monate für Investoren, die sich dann langfristig wieder billig und billiger in Aktien einkaufen können.
Einem guten Trader ist es egal, was der Markt macht, ob er steigt oder fällt. Ein cleverer Trader holt sich jede Woche und sogar jeden Tag seinen Anteil vom Markt.
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Euer
Onassis
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ARD und ZDF senden ab jetzt in HDTV
13.2.2010 von Onassis.
Seit gestern 18.00 Uhr senden ARD und ZDF nun in der hochauflösenden Qualität HDTV. RTL und SAT1 senden bereits in HDTV, allerdings wird das in naher Zukunft (< 12 Monate) kostenpflichtig werden.
Und nun für alle die zusammengefassten Informationen, die man wisen muss um HDTV empfangen zu können:
Frage: Wie kann ich HDTV Programme empfangen?
Antwort: HDTV kann nur über Kabel oder Satellit empfangen werden.
Frage: Ist HDTV kostenlos?
Antwort: Bei ARD und ZDF ist es kostenlos. Bei fast allen anderen Betreibern (z.B. RTL oder SAT1) muss ein Abonnement abgeschlossen werden.
Frage: Was für Vorteile hat HDTV?
Antwort: Eine höhere Bildschärfe sowie mehr Details verschönern das TV-Erlebnis. In Verbindung mit einem großem Flachbildschirm kommt es einem Kinoerlebnis recht nahe.
Frage: Sind die ausgestrahlten Programm bei einem Sender unterschiedlich?
Antwort: Nein, RTL und RTL-HD senden jederzeit die selben Programme, Filme und Serien - nur die Auflösung ist der Unterschied der zählt.
Frage: Was ist HD+?
Antwort: HD+ ist der HDTV STandard für verschlüsselte Sender. z.B. RTL, SAT1, ProSieben und VOX strahlen in HD+ aus. D.h. um diese Sender in HDTV-Qualität empfangen zu können, muss ein Abonnement für ca. 50 EUR pro Jahr gebucht werden. Zusätzlich gilt die Einschränkung, das HDTV-Sendungen nur in normaler Qualität aufgenommen werden können (teilweise).
Frage: Was ist HD und was ist Full-HD?
Antwort: HD ist das Standardformat mit 720p. D.h. Die Bilder besitzen eine Auflösung von 1.280×720 Punkten. Full-HD hat eine Auflösung von 1080i. D.h. die Bilder sind 1.920×1.080.
Frage: Ich habe Kabelanschluss. Was benötige ich zum HDTV schauen?
Antwort: Sie benötigen einen HDTV-Fernseher und einen HDTV-Kabelreceiver.
Frage: Ich habe Satelittenanschluss. Was benötige ich zum HDTV schauen?
Antwort: Sie benötigen einen HDTV-Fernseher, einen digitalen Satelittenempfänger und einen digitalen Satelliten-Receiver
Frage: Wie kann ich HDTC aufnehmen?
Antwort: DVD-Recorder nehmen kein HDTV auf! Dazu benötigt man einen blue-ray-Recorder. Auf eine eingebaute Festplatte passen bei einer Größe von 500GB ca. 70 Stunden HDTV.
Ich wünsche nun allen viel Spaß bei den Olympischen Winterspielen in HDTV Qualität auf ARD und ZDF.
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Euer
Onassis
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Sex zieht nicht mehr!
10.2.2010 von Onassis.
Ein Auf und Ab an den Börsen. Wilde Stimmungsschwankungen machen den Händlern, Börsianern und Anlegern das Leben schwer.
Aber auf eins kann man sich verlassen: Das Beate Uhse weiter fällt!
Bei manchen Aktien ist es verlockend, tief unten einzusteigen und dann gemütlich die Aufwärtsbewegung mit zu nehmen. Da würde man sich aber hier recht schwer tun. Bei einen KGV von über 50 und einer nicht vorhandenen Dividende, steht es um Beate Uhse nicht besonders gut aus.
Obwohl der Umsatz in den letzten Jahren nur leicht von 270 Millionen auf 250 Millionen zurückgegangen ist, hat die Aktien im selben Zeitraum gut 95% an Wert verloren. Der Jahresüberschuss dagegen schwankt stark. Von 7 Mio. EUr im Jahr 2004 ging es runter bis sauf einen Verlust von -13 Mio. EUro in 2007. 2008 wurden dann wieder 2,2 Mio. verdient.
Trotz allem ist die Aktie selbst ein extrem schlechtes Investment:
Und im direkten Vergleich mit dem DAX (blaue Linie) kann man nur sagen, das Beate Uhse voll “abgesoffen” ist:
Ich habe versuche auf der Webseite von Beate Uhse die Rubrik “Investor Relations” zu finden, bin aber kläglich gescheitert! Statt dessen weiß ich jetzt, was ein “Inflatable Bondage Ball” ist - auch nicht schlecht
Fakt ist, eine Investition in die Beate Uhse Aktie ist mehr als unklug. Dann das Geld lieber für was anders ausgeben…
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Euer
Onassis
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“Experten warnen vor Aktienkäufen” - zu spät würde ich sagen!
7.2.2010 von Onassis.
Guten Abend und herzlich Willkommen zu einem weiteren Beitrag auf dem bekannten SR Trading Blog.
“Experten warnen vor Aktienkäufen” - so lautete die Schlagzeile in einer Zeitschrift.
Ende Dezember kam keine Schlagzeile “Experten warnen vor Aktienkäufen”, als der DAX seine Höchststände von über 6.000 Punkten erreichte. Warum ?
Genauer genommen schwimmen die Experten einfach auf der Welle mit und berichten nachdem etwas passiert ist, warum es passiert ist. Und als nächstes hauen sie nochmals in die selbe Kerbe rein und versuchen die Berichte in die gleiche Richtung fortzusetzen.
“Experten” sind keine Hellseher und schon gar keine Gurus. Und Reporter und Schreiber verdienen ihr Geld damit, das sie etwas schreiben, was Menschen interessiert. Also schreiben sie automatisch das, was am ehesten einleuchtet. Und wenn die Kurse fallen - also der Trend im Gang ist - dann fallen die Kurse mit hoher Wahrscheinlichkeit weiter.
Furcht erzeugt Angst und Angst erzeugt Panik. Das treibt die Kurse nach unten, bis es irgendwann einfach keinen mehr gibt, der zu so niedrigen Kursen verkaufen möchte. Und dann kommt die selbe Bewegung bloß in die andere Richtung. Gewinne erzeugen Lust auf mehr Gewinne und das erzeugt wiederum Gier. Die Kurse steigen und steigen bis einfach keiner mehr da ist, der so zu exorbitant hohen Preisen kaufen möchte.
Und nun geht es wieder in die andere Richtung…
Alle schauen derzeit auf Griechenland, Portugal und Spanien. Wie ist dort die Haushaltslage, wie die Inflation? Reißen diese drei Länder die EU zum Boden? Wird der Euro aufgelöst und jedes Land erschafft sich wieder eine eigene Währung? Zugegeben, das ist alles utopisch, aber wenn jemand Panik bekommt, dann glaubt er auch das es regnet, obwohl ihm die Sonne die Glatze verbrutzelt. :-0
Kurz gesagt: Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Die Stimmung wird sich beruhigen und normalisieren. Die Profis werden wie immer unten (tief unten) spitzenmäßig einkaufen und die Anfänger und Hobbytrader steigen dann ein, wenn die Kurse sich bereits um 80% und mehr erholt haben.
So werden die Anfänger wieder und wieder von den Profis vorgeführt (so wie ich auch letzte Woche) - und dieser Lauf nimmt einfach kein Ende.
Die einzigste Chance erfolgreich zu werden ist auf die Seite der Professionellen zu wechseln und cool zu werden. Cool wie ein Tiefkühlschrank und glatt wie ein Aal. Damit kommt man an der Börse schon recht weit!
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Euer
Onassis
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